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Objekt-Metadaten
| Zivilreligion. Bd. I Montenbruck, Axel |
| Haupttitel | Zivilreligion. Bd. I |
| Titelzusatz | eine Rechtsphilosohie; Grundlegung: Westlicher „demokratischer Präambel–Humanismus“ und universelle Trias „Natur, Seele und Vernunft“ |
| Autor | Montenbruck, Axel |
| Institution/Körperschaft | Freie Universität Berlin |
| Seitenzahl | 252 S. |
| Auflage/Stand | 3. erheblich erw. Aufl. |
| Schriftenreihe | Zivilreligion |
| Arbeitsbereich/Institut | Strafrecht |
| Erscheinungsjahr | 2011 |
| Dokumente | pdf-Datei
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| Freie Schlagwörter | Präambel; Präambeln; Geistseele; Naturrecht; Versöhnung; Heilsidee; Vernunftseele; Weltreligion; Rechtsethik; Letztbegründungen |
| DDC | 340 Recht |
| Abstract | „Zivilreligion. Eine Rechtsphilosophie I“ bildet den ersten Teil einer kleinen Trilogie. Das Vorverständnis und die Grundlagen der Idee der Zivilreligion zu umreißen, ist das Ziel. Die Leitideen der Staats– und der Rechtsphilosophien beschreiben die Eigenheiten der „Zivilreligion“, und die Präambeln der nationalen Verfassungen und transnationalen Konventionen beurkunden sie. Zu Zeiten von Rousseau war die „bürgerliche Religion“ noch als politischer Kampfbegriff gemeint und gegen die Herrschaft der Kirche gerichtet. Heute regiert mit dem Volk die Zivilgesellschaft den säkularen Staat, so dass die Zivilreligion vor allem dabei hilft, national das „Volk“ und transnational die „Menschheit“ mit höchsten ethischen Leitideen versorgen. Mit dem Wort von der „Religion“ steht das Gemeinsame und zudem das anbetungswürdige, wenngleich unerreichbar höchste Gute im Mittelpunkt. „Philosophie, Politik und das Recht“ beherrschen das Denken der westlichen Welt, und zwar seit und mit den Seelenlehren und Staatsmodellen von Platon und teles. Im Kern geht es schon bei ihnen um den Geist oder auch die Identität des Menschen. Diese Einheit ergibt sich aus einer Trinität von Naturseele, Mutseele, der Vernunftseele, bei dem die Vernunftseele im Vordergrund steht. Thomas von Aquin hat etwa im Hochmittelalter die antiken Seelenlehren auf das Christentum übertragen. Der Naturrechtler Pufendorf begründet später mit der Seele des Menschen dessen Würde. Die Entwicklung der Stadt und die Schriftkultur eröffnen und beschreiben einen großen Binnenkosmos. Ihn hat sich der prometheische Mensch gleichsam selbst geschaffen und inzwischen mithilfe der rationalen Naturwissenschaften und der Technik immer weiter ausgebaut. Dass sich der schöpferische Mensch in dieser Welt als sein eigener Herr begreift und begreifen kann, liegt zumindest nahe. Die geistige „Vernunft–Seele“, die der säkulare Mensch als seine eigene deutet, eröffnet ihm zum einen als „ratio“ die gesamten Wissenschaften. Zum anderen verlangt die Vernunft dem Menschen auch zumindest drei Selbst–Opfer ab, diejenige der Selbstkritik, der Selbstbeherrschung und der Selbstgesetzgebung. Gemeinsam mit anderen Menschen ausgeübt, führen die Selbstkritik, die Selbstbeherrschung und die Autonomie, zumindest in der Binnenwelt des Menschen, zu den Leitideen der Zivilreligion. Sie bestehen für das Volk in der Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Für den einzelnen Menschen begründet dieses Selbstbild seine Würde und es rechtfertigt seine Freiheits– und Menschenrechte. Die zweite Schrift führt dann den Titel: Zivilreligion. Eine Rechtsphilosophie II. Grundelemente: Versöhnung und Mediation, Strafe und Geständnis, Gerechtigkeit und Humanität aus juristischen Perspektiven (2010). Der dritte Teil ist überschrieben mit: Zivilreligion. Eine Rechtsphilosophie III. Überbau: Demokratischer Humanismus, sozialreale Dehumanisierung, Auflösung zum synthetischen Pragmatismus der „Mittelwelt“ (2010). Die drei kleinen Schriften zur Zivilreligion ergänzen das etwas umfangreichere Buch, das den Titel „Zivilisation – Staat und Mensch, Gewalt und Recht, Kultur und Natur“ trägt und im Jahre 2009 in der ersten Auflage im Open Access der Freien Universität Berlin veröffentlicht wurde. Jenes hat sich mit der Struktur der Zivilisation, und zwar vor allem, aber nicht ausschließlich der westlichen Zivilisation beschäftigt. Die Schrift zur Zivilisation war also eher formal ausgelegt. Nunmehr sind die inhaltlichen höchsten Leitideen des Westens aufzugreifen und auszudeuten. |
| Inhalt | 1. Kapitel Zivilreligion: Bekenntnisse zu demokratischen Werten und zum „Vernunft– und Rechtssubjekt“ 13 I. Bekenntnisse in Präambeln der Verfassungen und Konventionen 13 II. Zur Zivilität der Zivilreligion 17 III. Radbruch: Rechtsphilosophie als Kulturphilosophie, Gerechtigkeit als Rechtsidee und als Sozialethik, Moral und Sitte 32 2. Kapitel Religiöse Elemente einer Zivilreligion 45 I. Religion, Geistseele und Naturrecht 45 II. Barmherzigkeit, Mitgefühl und Versöhnung 50 III. Universalität der Idee der „eigenwilligen Geist–Seele“ 53 3. Kapitel Zivilreligion und Zivilisation 56 I. Einige Aspekte der Zivilisation 56 II. Politischer Verbund von einer Haupt– und mehreren Subkulturen 57 4. Kapitel Heilsidee, etwa des demokratischen Humanismus 63 I. Friedens– und Heilsidee, Missachtung und Tod 63 II. Leitidee der westlichen Zivilreligion: demokratischer Präambel–Humanismus 65 III. Recht: Versöhnung und Streit, Eigentum und Haftung 68 5. Kapitel Seelen– und Vernunftlehren: antike vorchristliche Zivilreligion und ihre Rezeption 74 I. Platonismus – Beseeltheit aller Bewegungen, Vernunftseele als Person 74 II. Aristoteles und Thomas von Aquin – Seele als Form, Unteilbarkeit der Seele 77 III. Vernunft des Freien: Kants moralischer Imperativ, seine Weltreligion, Fichtes Freiheitslehre 83 IV. Hegel: Versöhnung und Dialektik, Freiheit und Staat 89 V. Ganzheitliche Trinität und der würdige, weil vernünftige Mensch 98 6. Kapitel „Eigene“ Grundlagen 106 I. Synkretismus, ontische Philosophie und naturwissenschaftliche Emergenz, bei Verzicht auf Quantenphysik der Erscheinungen 106 II. Natur, Seele, Vernunft 111 III. Naturalismus: „goldene Regel“ als genetisches Kooperationsprinzip, synchrones Schwarmverhalten und die genetische Befreiung des Menschen 115 IV. Blinde Wechselseitigkeit und Küngs semireligiöses Weltethos 126 V. Struktur der Grundrechtecharta als Modell für die Rechtsethik 130 7. Kapitel Zur Abrundung: Begriffliches zur Zivilreligion 139 I. Synthetisches: Verschmelzung von Geist, Recht und Ethik 139 II. Logisches: Religionen, Letztbegründungen und systemisches Denken 140 III. Staatspolitisches: Zivilreligion als Begriff der staatspolitischen Philosophie (Rousseau, Lübbe, Böckenförde) 147 IV. Amerikanistisches: „Civil Religion in America“ (Bellah), „religious restraint“ und „Civic Ethics“ 153 V. Etymologisches: Religion als Rück–Binden 159 VI. Seinskritisches: Sein, seine Negation und systemisches Werden und Vergehen 161 VII. Pragmatisches: Verfassungspatriotismus, Minimalethik, zivilreligiöse Aufhebung des Böckenförde–Dilemmas 162 8. Kapitel Zur weiteren Abrundung: Neurophilosophisches zur Zivilität 169 I. Biologische Entsprechungen: Informationen, Selbst und Geistidee 169 II. Schichten der Gehirns und Arten der Seelen 171 III. Zivilisierende Kampfprogramme im „Ur“–Gehirn, Nächstenliebe im Zwischenhirn, komplexes Gesamtgehirn als Monismus–Modell 176 IV. Zur sinnvollen Reduktion auf den Kampf unter Menschen, zur Erweiterung auf kollektives Verhalten 180 V. Versuch einer Synthese und deren Grenzen 182 9. Kapitel Rückblick und Vorschau 188 I. Vorverständnis und Grundlagen 188 II. Homo religiosus: Mutmaßlich universelle Grundelemente 195 III. Grundelemente des Zivilen und weltanschaulicher Überbau der sozialrealen „Mittelwelt“ 204 IV. Rückblick: Thesen und Hypothesen 206 Namensverzeichnis 208 Literaturverzeichnis 214 |
| Rechte | Nutzungsbedingungen |
| Zugriffstatistik | |
| Statische URL | http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000011566 |
| Erstellt am | 02.09.2011 - 11:11:44 |
| Letzte Änderung | 12.04.2013 - 09:27:08 |





