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FFU-report      
Ökologische Modernisierung und Strukturwandel in der deutschen Stahlindustrie
Schucht, Simone ;  Forschungsstelle für Umweltpolitik (FFU), Freie Universität Berlin

HaupttitelÖkologische Modernisierung und Strukturwandel in der deutschen Stahlindustrie
AutorSchucht, Simone
Institution/KörperschaftForschungsstelle für Umweltpolitik (FFU), Freie Universität Berlin
SeitenzahlII, 48 S.
Schriftenreihe
FFU-report      
FFU-Report ; [19]99-3
DDC320 Politik
338 Produktion
ZusammenfassungStahl ist mengenmäßig das weltweit am meisten verbrauchte Metall. Erst mit großem Abstand
folgt an zweiter Stelle Aluminium. Doch der Stellenwert der ehemaligen Schlüsselindustrie Stahl
hat sich seit den 70er Jahren in vielen Industrieländern grundlegend verändert: Produktions- und
Nachfragesteigerungen in Entwicklungs- und Schwellenländern standen Rückgänge in vielen
hochindustrialisierten Ländern gegenüber. Auch in der Bundesrepublik Deutschland fiel die Rohstahlproduktion
von Mitte der 70er bis Anfang der 80er Jahre und wuchs auch danach nur noch
wenig, was mit drastischen Arbeitsplatzverlusten verbunden war. Erhebliche soziale und wirtschaftliche
Probleme waren vor allem in den Regionen, in denen sich dieser Sektor und viele ihm
vor- und nachgelagerte Industrien konzentrieren, die Folge. Die EG, die zuvor ihre Stahlpolitik
weitgehend am liberalen Ordnungsrahmen des EGKS-Vertrages ausgerichtet hatte, betrieb
infolge der Krise seit Mitte der 70er Jahre eine zunehmend interventionistische Politik.
Die Eisen- und Stahlerzeugung erfordert große Mengen an Rohstoffen, Energie und Wasser und
verursacht in erheblichem Ausmaß umweltschädliche Abfälle und Abgase. Allerdings war die
Produktion von Stahl nie Inhalt umweltpolitischer Diskussionen oder Ansatzpunkt öffentlicher
Kritik im eigentlichen Sinne, wie etwa der Stoff Chlor im Rahmen der chemiepolitischen
Debatte oder die Primärerzeugung von Aluminium aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs.
Die vorliegende Fallstudie untersucht,
- inwieweit es sich bei der Produktionsentwicklung der deutschen Stahlindustrie um eine
generelle (länderübergreifende) Entwicklung handelt,
- durch welche Faktoren der Nachfrage- und Produktionsrückgang bei der deutschen Stahlindustrie
bedingt wurde,
- in welchem Maße und mit welchen Wirkungen auf die Entwicklung politisch Einfluß
genommen wurde,
- welche Maßnahmen zur Erleichterung der Anpassungsprozesse insbesondere hinsichtlich
der Reduzierung der Beschäftigtenzahl ergriffen wurden und
- inwieweit der Produktionsrückgang die Verbesserung in der Umweltbilanz der Industrie
erklären kann.
Dokumente
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Fachbereich/EinrichtungForschungszentrum für Umweltpolitik
Erscheinungsjahr1999
Dokumententyp/-SammlungenKarten
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Anmerkungen des AutorsFallstudie im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes
„Erfolgsbedingungen umweltentlastenden Strukturwandels:
Internationale Fallstudien zu ausgewählten Grundstoffindustrien“
Erstellt am16.11.2010 - 14:42:01
Letzte Änderung23.01.2014 - 16:24:43
 
Statische URLhttp://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000007660
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