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Antisemitismus in der NPD
Koschmieder, Carsten

HaupttitelAntisemitismus in der NPD
Titelzusatzeine empirische Analyse antisemitischer Kommunikationsstrategien
AutorKoschmieder, Carsten
Seitenzahl107 S.
Freie SchlagwörterNPD; Antisemitismus; Rechtsextremismus; Deutsche Stimme; Israelkritik; Holocaustleugnung; Revisionismus; Kapitalismuskritik
DDC320 Politik
ZusammenfassungDiese Arbeit geht der Frage nach, wie die NPD ihre antisemitischen Überzeugungen in der Öffentlichkeit kommuniziert, ohne sich dabei offen judenfeindlicher Aussagen zu bedienen.

Antisemitismus stellt in Deutschland einen notwendigen Kernbestandteil rechtsextremer Ideologie dar; auch die NPD als klar rechtsextreme Partei vertritt eindeutig antisemitische Positionen. Da ein beträchtlicher Teil der Deutschen antisemitischen Stereotypen zustimmt, aber keine rechtsextreme Partei wählt, bieten sich für die NPD hier Anknüpfungspunkte. Außerdem muss die Partei, um ihre Existenz nach 1945 zu rechtfertigen, die Verbrechen des Nationalsozialismus (und damit auch den Holocaust) leugnen oder zumindest verharmlosen. Da aber in Deutschland Antisemitismus in der öffentlichen Kommunikation tabuisiert und teilweise sogar strafbewehrt ist, muss die NPD ihre Überzeugungen subtiler kommunizieren.
Die hierzu verwendeten Strategien werden durch eine empirische Analyse von Pressemitteilungen und Artikeln der Parteizeitung „Deutsche Stimme“ der Jahre 2005 bis 2008 aufgedeckt. In den über 250 einschlägigen Artikeln finden sich vier Hauptstrategien: Reaktion auf den Holocaust, tradierte antisemitische Stereotypen, auf Israel bezogener Antisemitismus sowie antisemitische Kapitalismuskritik. Hinsichtlich der Reaktion auf den Holocaust gibt es vier Varianten: Relativierung und Aufrechnung mit anderen (vermeintlichen oder tatsächlichen Verbrechen), Verharmlosung, Anzweiflung und Delegitimierung der Holocausterinnerung. Auch bei den tradierten antisemitischen Stereotypen lassen sich vier Kategorien finden: übermäßiger Einfluss, Geldgier, religiös begründete Vorurteile sowie Fremdheit. Bei Israelkritik schließlich finden sich Israelischer Einfluss, NS-Vergleichende Israelkritik und die angebliche Tabuisierung eben dieser Kritik als unterschiedliche Strategien.
All diese verschiedenen Strategien werden anhand von zahlreichen Beispielen nachgewiesen und damit gleichzeitig erklärt und dargestellt. So wird klar herausgearbeitet, in welcher Weise die NPD aktuell ihre antisemitische Grundüberzeugung kommuniziert.
Dokumente
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Fachbereich/EinrichtungFB Politik- und Sozialwissenschaften
Arbeitsbereich/InstitutOtto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Erscheinungsjahr2009
Dokumententyp/-SammlungenBachelorarbeit
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Erstellt am11.11.2010 - 10:55:06
Letzte Änderung11.11.2010 - 10:55:27
 
Statische URLhttp://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000006917
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