Dokumentenserver


Springe direkt zu:Inhalt


Service-Navigation


Hauptnavigation/Hauptmenü: Links auf direkt erreichbare, übergeordnete Webseiten


Grafischer Identitätsbereich:




Navigation/Menü: Links auf weitere Seiten dieser Website


Navigationspfad:

Navigation: FU - Dokumentenserver

Drucken Icon


Objekt-Metadaten

Das Globalisierungsskript der Europäischen Union und seine Unterstützung bei den Bürgerinnen und Bürgern in 15 Mitgliedsländern der EU
Gerhards, Jürgen

HaupttitelDas Globalisierungsskript der Europäischen Union und seine Unterstützung bei den Bürgerinnen und Bürgern in 15 Mitgliedsländern der EU
AutorGerhards, Jürgen; Hessel, Philipp
Seitenzahl33 S.
Schriftenreihe Berliner Studien zur Soziologie Europas ; 14
URL des OriginaldokumentsURL >>
Fachbereich/EinrichtungFB Politik- und Sozialwissenschaften
Arbeitsbereich/InstitutInstitut für Soziologie
Erscheinungsjahr2008
Dokumentepdf-Datei
Falls Ihr Browser eine Datei nicht öffnen kann, die Datei zuerst herunterladen und dann öffnen.
DDC320 Politik
330 Wirtschaft
Dokumententyp/-SammlungenMonographie/Text
Medientyp/FormatText
AbstractAuf der Basis einer Interpretation von Gesetzestexten und öffentlichen Verlautbarungen rekonstruieren wir in einem ersten Schritt die Vorstellungen der Europäischen Union von einer globalisierten Wirtschaft. Die EU verfolgt mit ihren Wirtschaftsvorstellungen und deren Implementierung durch konkrete Politiken das Ziel, Wachstum, Fortschritt und Prosperität für alle Bürger der Mitgliedsländer und für alle Weltbürger zu erzeugen. Dieses Ziel sieht die EU am besten erreichbar, wenn Wettbewerb und die Öffnung von Märkten institutionalisiert werden. Dabei transportiert sie ihre Vorstellungen und Erfahrungen, die im Kontext der Herstellung eines europäischen Wirtschaftsraumes entwickelt wurden auf die Weltgesellschaft insgesamt. Ob diese Sichtweise von den Bürgerinnen und Bürgern der EU geteilt wird, haben wir im zweiten Schritt auf der Grundlage einer Auswertung des Eurobarometers für 15 Länder der EU geprüft. Das Ergebnis ist überraschend: 63 % der befragten EU-Bürger unterstützen die Entwicklung einer ökonomischen Globalisierung durch Marktliberalisierung. Bis auf Griechenland gibt es in allen Ländern eine Mehrheit von Personen, die dem Prozess der Globalisierung positiv gegenüber eingestellt sind. Zugleich fallen die Unterstützungsraten zwischen den Ländern und innerhalb der Länder recht unterschiedlich aus. Zur Erklärung dieser Unterschiede sind wir von der Annahme ausgegangen, dass diejenigen, die durch Globalisierungsprozesse benachteiligt werden, sich eher gegen den Globalisierungsprozess aussprechen als diejenigen, für die dies nicht gilt. „Benachteiligung“ kann sich in drei Dimensionen manifestieren: in der subjektiven Interpretation von positiven und negativen Folgen von Globalisierungsprozessen, in den Nachteilen, die sich aus der objektiven sozialstrukturellen Lage des Individuums ergeben und aus den Nachteilen, die aus der ökonomischen Situation des Landes resultieren. Auch unsere Kausalanalyse kann mit einem überraschenden Befund aufwarten. Zwar können die Einstellungen der Bürger zur Globalisierung recht gut erklärt werden, allerdings spielen die für Soziologen im Zentrum stehenden Variablen dabei fast keine Rolle. Weder die makroökonomische Situation des Landes, noch die sozialstrukturelle Lage des Interviewten haben einen nennenswerten Effekt auf deren Globalisierungseinstellungen. Die Haltung zur Globalisierung wird fast ausschließlich bestimmt durch den subjektiv definierten Globalisierungsnutzen; dieser ist selbst nicht mehr rückgekoppelt an die objektive Lage des Individuums oder des Landes, in dem das Individuum lebt.
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Zugriffstatistik
 
Statische URLhttp://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000005738
Erstellt am21.06.2010 - 16:55:41
Letzte Änderung04.10.2012 - 11:49:18
 

 
© 2009 Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin | Feedback |
Stand: 21.07.2008

Diese Grafiken werden nur in der Druckvorschau verwendet: