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Zur Erklärung der Assimilation von Migranten an die Einwanderungsgesellschaft am Beispiel der Vergabe von Vornamen
Gerhards, Jürgen ;  Hans, Silke ;  Gerhards, Jürgen ;  Institut für Soziologie <Berlin, Freie Universität>

HaupttitelZur Erklärung der Assimilation von Migranten an die Einwanderungsgesellschaft am Beispiel der Vergabe von Vornamen
AutorGerhards, Jürgen
AutorHans, Silke
HerausgeberGerhards, Jürgen
Seitenzahl27 S.
Schriftenreihe Berliner Studien zur Soziologie Europas ; 5
DDC325 Internationale Migration, Kolonisation
Auch erschienen inDiscussion Paper 583. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung. Berlin (2006).
ZusammenfassungIm Rahmen der mit der EU-Integration und mit zukünftigen Erweiterungen verbundenen Freizügigkeitsregelungen stellt sich vermehrt die Frage nach der Integration von Zuwanderern aus Ländern innerhalb und außerhalb Europas. In diesem Beitrag fragen wir am Beispiel von Migranten aus drei Herkunftsgruppen (Südwesteuropa, Ex-Jugoslawien, Türkei) danach, unter welchen Bedingungen sich Zuwanderer am ehesten an die deutsche Gesellschaft anpassen. Um die abhängige Variable „Assimilation“ zu messen, benutzen wir einen ungewöhnlichen, aber sehr aussagekräftigen Indikator - die Vergabe von Vornamen an in Deutschland geborene Kinder von Zuwanderern. Mit Daten des SOEP lässt sich zeigen, dass Zuwanderer aus der Türkei gegenüber solchen aus dem ehemaligen Jugoslawien und Südwesteuropa seltener in Deutschland gebräuchliche Vornamen vergeben, also weniger angepasst sind. Ebenso steigt die Wahrscheinlichkeit der Vergabe deutscher Vornamen bei Zuwanderern mit hoher Bildung, christlicher Konfession und deutscher Staatsbürgerschaft. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist jedoch zu beachten, dass sich die Ausgangssituation für die Migrantengruppen unterscheidet. Der Pool an Vornamen, auf die zurückgegriffen wird, ist in Deutschland durch die christliche Tradition geprägt, die mit den südwesteuropäischen Ländern geteilt wird, so dass es in der Namensvergabe in diesen Ländern große Überschneidungen gibt. Relativiert man den Assimilationsgrad türkischer Zuwanderer um die von vornherein größere kulturelle und sprachliche Distanz, zeigen sie genauso große Anpassungsbereitschaft wie die anderen Gruppen.
Dokumente
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Fachbereich/EinrichtungFB Politik- und Sozialwissenschaften
Arbeitsbereich/InstitutInstitut für Soziologie
Erscheinungsjahr2006
Dokumententyp/-SammlungenBuch
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Erstellt am17.06.2010 - 13:13:37
Letzte Änderung23.01.2014 - 16:22:40
 
Statische URLhttp://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000005647
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