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Objekt-Metadaten

Zivilreligion. Bd. I
Montenbruck, Axel

HaupttitelZivilreligion. Bd. I
TitelzusatzGrundlegung ; westlicher „demokratischer Präambel-Humanismus“ und universelle Trias „Natur, Seele und Vernunft“
AutorMontenbruck, Axel
Seitenzahl133 S.
Schriftenreihe
Arbeitsbereich/InstitutWE Strafrecht
Erscheinungsjahr2010
Dokumentepdf-Datei
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Freie SchlagwörterPräambel, Präambeln, Geistseele, Naturrecht, Versöhnung, Heilsidee, Vernunftseele, Weltreligion, Rechtsethik, Letztbegründungen
DDC210 Religionsphilosophie, Religionstheorie
340 Recht
AbstractAus dem Vorwort: Zivilreligion I bildet den ersten Teil einer kleinen
Triologie. Das Vorverständnis und die Grundlagen der Idee der Zivilreligion
zu umreißen, ist das Ziel.

Die Leitideen der Staats- und der Rechtsphilosophien beschreiben die
Eigenheiten der „Zivilreligion“, und die Präambeln der nationalen
Verfassungen und transnationalen Konventionen beurkunden sie. Zu Zeiten von
Rousseau war die „bürgerliche Religion“ noch als politischer Kampfbegriff
gemeint und gegen die Herrschaft der Kirche gerichtet. Heute regiert mit dem
Volk die Zivilgesellschaft den säkularen Staat, so dass die Zivilreligion
vor allem dabei hilft, national das „Volk“ und transnational die
„Menschheit“ mit höchsten ethischen Leitideen versorgen. Mit dem Wort von
der „Religion“ steht das Gemeinsame und zudem das anbetungswürdige,
wenngleich unerreichbar höchste Gute im Mittelpunkt. „Philosophie, Politik
und das Recht“ beherrschen das Denken der westlichen Welt, und zwar seit
und mit den Seelenlehren und Staatsmodellen von Platon und Aristoteles. Im
Kern geht es um den Geist oder auch die Identität des Menschen. Diese
Einheit ergibt sich aus einer Trinität von Naturseele, Mutseele, der
Vernunftseele, bei dem die Vernunftseele im Vordergrund steht. Thomas von
Aquin hat etwa im Hochmittelalter die antiken Seelenlehren auf das
Christentum übertragen. Der Naturrechtler Pufendorf begründet später mit der
Seele des Menschen dessen Würde. Die Entwicklung der Stadt und die
Schriftkultur eröffnen und beschreiben einen großen Binnenkosmos. Ihn hat
sich der prometheische Mensch gleichsam selbst geschaffen und inzwischen
mithilfe der rationalen Naturwissenschaften und der Technik immer weiter
ausgebaut. Dass sich der schöpferische Mensch in dieser Welt als sein
eigener Herr begreift und begreifen kann, liegt zumindest nahe. Die geistige
„Vernunft-Seele“, die der säkulare Mensch als seine eigene deutet, eröffnet
ihm zum einen als „ratio“ die gesamten Wissenschaften. Zum anderen verlangt
die Vernunft dem Menschen auch zumindest drei Selbstopfer ab, diejenige der
Selbstkritik, der Selbstbeherrschung und der Selbstgesetzgebung. Gemeinsam
mit anderen Menschen ausgeübt, führen die Selbstkritik, die
Selbstbeherrschung und die Autonomie, zumindest in der Binnenwelt des
Menschen, zu den Leitideen der Zivilreligion. Sie bestehen für das Volk in
der Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Für den einzelnen Menschen begründet
dieses Selbstbild seine Würde und es rechtfertigt seine Freiheits- und
Menschenrechte.

Die zweite Schrift führt dann den Titel: Zivilreligion II - Grundelemente;
„Versöhnung, Strafe und Gerechtigkeit“ aus „juristischer Perspektive“
(2010).

Der dritte Teil ist überschrieben mit: Zivilreligion III. Überbau:
Demokratischer Humanismus, sozialreale Dehumanisierung, Auflösung zum
synthetischen Pragmatismus der „Mittelwelt“ (2010).

Die drei kleinen Schriften zur Zivilreligion ergänzen das etwas
umfangreichere Buch, das den Titel „Zivilisation - Staat und Mensch, Gewalt
und Recht, Kultur und Natur“ trägt und im Jahre 2009 im Open Access der
Freien Universität Berlin veröffentlicht wurde. Jenes hat sich mit der
Struktur der Zivilisation, und zwar vor allem, aber nicht ausschließlich der
westlichen Zivilisation beschäftigt. Die Schrift zur Zivilisation war also
eher formal ausgelegt. Nunmehr sind die inhaltlichen höchsten Leitideen des
Westens aufzugreifen und auszudeuten.
InhaltVorwort 3
A. Zivilreligion: Bekenntnisse zu demokratischen Werten und zum „Vernunft- und Rechtssubjekt“ 6
I. Bekenntnisse in Präambeln der Verfassungen und Konventionen 6
II. Zur Zivilität der Zivilreligion 9
B. Religiöse Elemente einer Zivilreligion 22
I. Religion, Geistseele und Naturrecht 22
II. Barmherzigkeit, Mitgefühl und Versöhnung 28
III. Universalität der Idee der „eigenwilligen Geist-Seele“ 31
C. Zivilreligion und Zivilisation 34
I. Einige Aspekte der Zivilisation 34
II. Politischer Verbund von einer Haupt- und mehreren Subkulturen 35
D. Heilsidee, etwa des demokratischen Humanismus 40
I. Friedens- und Heilsidee, Missachtung und Tod 40
II. Leitidee der westlichen Zivilreligion: demokratischer Präambel-Humanismus 42
III. Versöhnung und Streit im Recht 46
E. Seelenlehren: antike vorchristliche Zivilreligion und ihre Rezeption 50
I. Platonismus – Beseeltheit aller Bewegungen, Vernunftseele als Person 50
II. Aristoteles und Thomas von Aquin – Seele als Form, Unteilbarkeit der Seele 54
III. Vernunft des Freien: Kants moralischer Imperativ, seine Weltreligion, Fichtes Freiheitslehre 59
F. „Eigene“ Grundlagen: 67
I. Ontische Philosophie und naturwissenschaftliche Emergenz 67
II. Reduktion auf drei Grundelemente: Natur, Seele, Vernunft 71
III. „Weiser Mensch“ und „goldene Regel“ 72
IV. Blinde Wechselseitigkeit und Küngs semireligiöses Weltethos 77
V. Struktur der Grundrechtecharta als Modell für die Rechtsethik 83
G. Zur Abrundung: Begriffliches zur Zivilreligion 94
I. Synthetisches: Verschmelzung von Geist, Recht und Ethik 94
II. Logisches: Religionen, Letztbegründungen und systemisches Denken 95
III. Fachliches: Zivilreligion als Begriff der politischen Philosophie (Rousseau, Lübbe) 98
IV. Etymologisches: Religion als Rück-Binden 103
V. Seinskritisches: Sein, seine Negation und systemisches Werden und Vergehen 105
H. Rückblick und Vorschau 107
I. Vorverständnis und Grundlagen 107
II. Grundelemente und Überbau 107
III. Thesen und Hypothesen 109
Index 111
Literaturverzeichnis 114
Rechte Nutzungsbedingungen
Zugriffstatistik
 
Statische URLhttp://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000004880
Erstellt am26.02.2010 - 14:06:23
Letzte Änderung12.04.2013 - 09:25:34
 

 
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Stand: 21.07.2008

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