Objekt-Metadaten

The Interplay of Social-Cognitive Constructs in Health Behavior Change
Zhou, Guangyu

Main titleThe Interplay of Social-Cognitive Constructs in Health Behavior Change
SubtitleStudies on Nutrition, Hand Washing, Oral Hygiene, Sun Protection, Face Mask Use, and Physical Activity
Title variationsDas Zusammenspiel von sozial-kognitiven Konstrukten im Kontext der Gesundheitsverhaltensänderung
Subtitle for translated titleStudien Zu Ernährung, Händewaschen, Mundhygiene, Sonneschutz, Staubschutzmask tragen und Körperliche Aktivität
Author(s)Zhou, Guangyu
Place of birth: Shenxian, Shangdong Province, China
1. RefereeProf. Dr. Ralf Schwarzer
Further Referee(s)Prof. Dr. Nina Knoll
Prof. Dr. Nina Rieckmann
Prof. Dr. Christine Knaevelsrud
Dr. Lisa Marie Warner
KeywordsSocial-cognitive Constructs; Health Behavior Change; Longitudinal Studies; Intervention
Classification (DDC)158 Applied psychology
SummaryDie Initiierung und Aufrechterhaltung von Gesundheitsverhalten trägt in vielfacher Hinsicht zu körperlicher und psychischer Gesundheit bei. Dennoch gelingt es den meisten Menschen nicht, ein Gesundheitsverhalten aufzunehmen oder aufrechtzuerhalten. Das Ziel der vorliegenden Dissertation ist die Erklärung und Förderung von Verhaltensänderungen im Kontext von sechs Gesundheitsverhaltensweisen (Tragen eines Mundschutzes, Obst- / Gemüsekonsum, körperliche Aktivität, Handhygiene, Sonnenschutzverhalten, Benutzung von Zahnseide) in chinesischen Stichproben. Der Health Action Process Approach (HAPA) dient dabei als theoretisches Rahmenmodell.
Drei HAPA basierte Längsschnittstudien mit chinesischen Jugendlichen wurden durchgeführt, um psychosoziale Prädiktoren des Tragens eines Mundschutzes, von Obst- / Gemüsekonsum sowie körperlicher Aktivität zu untersuchen. Die erste Längsschnittstudie, welche in Kapitel 2 vorgestellt wird, ist die erste überhaupt, die ein Strukturgleichungsmodell anwendet, um motivationale und volitionale Prädiktoren des Tragens eines Mundschutzes als präventive Maßnahme im Hinblick auf Luftverschmutzungen zu bestimmen. Die Ergebnisse zeigen, dass Selbstwirksamkeit und Risikowahrnehmung als gemeinsame Prädiktoren der Intention fungieren, Planung und Handlungskontrolle als zwei parallele Mediatoren das Tragen des Mundschutzes vorhersagen. Die zweite Längsschnittstudie wird in Kapitel 3 präsentiert und geht der Frage nach, welche Rollen Handlungskontrolle und Planung im Zusammenhang von Intention und Obst- / Gemüsekonsum spielen. Die Ergebnisse zeigen Handlungskontrolle und Planung als sequenzielle Mediatoren zwischen der Intention und dem Obst- /Gemüsekonsum bei Kontrolle des Baseline-Verhaltens. Demzufolge scheint Planung dem Verhalten proximaler zu sein als Handlungskontrolle. Das Ziel der dritten Längsschnittstudie, beschrieben in Kapitel 4, war, die Wirkweisen von Motivation, Planung, Selbstwirksamkeit und weiteren Mechanismen zu untersuchen, welche die Verhaltensänderung von körperlicher Aktivität beeinflussen. Es wurde gezeigt, dass nur bei Menschen, die motiviert sind, ihre körperliche Aktivität zu steigern, Planung den Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und körperlicher Aktivität mediierte. Alle drei Längsschnittstudien bestätigen das HAPA-Modell als hilfreiches Rahmenkonzept für die Erklärung von unterschiedlichen Gesundheitsverhalten mit dem Fokus auf Planung und Handlungskontrolle, die maßgebend für die Initiierung und Aufrechterhaltung von Gesundheitsverhalten zu sein scheinen.
Zur Förderung von Gesundheitsverhalten im Kontext von Handhygiene, Sonnenschutz und Benutzung von Zahnseide wurden mittels theoriebasierter Selbstregulationsinterventionen drei randomisierte kontrollierte Studien durchgeführt. Die erste experimentelle Studie (Kapitel 5) untersuchte die Effektivität einer Planungsstrategie im Kontext von Handhygiene bei Jugendlichen. Die Ergebnisse der Studie bestätigen vorherige Forschungsergebnisse anderer Bereiche über die Wirksamkeit einer Planungsintervention für Handhygiene. Änderungen in der Planung wirkten als Mediator zwischen den experimentellen Bedienungen und der Verhaltensänderung. Die zweite experimentelle Studie (Kapitel 6) zielte darauf ab, den Effekt einer Selbstregulationsintervention mit Fokus auf die Planung von Sonnenschutzverhalten mit einer Standard Informations-Bedingung zu vergleichen. Die Ergebnisse bestätigen ebenfalls frühere Studien, da Planung auch hier als Mediator zwischen den experimentellen Bedienungen und Sonnenschutzverhalten fungierte, bei gleichzeitiger Kontrolle des Baseline-Verhaltens. Es zeigte sich auch, dass Menschen, die weniger motiviert waren, mehr von der Intervention profitieren. In Kapitel 7 wird eine Studie vorgestellt, die eine theoriebasierte Intervention für Mundhygiene untersuchte. Die Befunde bestätigen Planung als Mediator zwischen den experimentellen Bedienungen und der Benutzung von Zahnseide, während Selbstwirksamkeit und Handlungskontrolle als Moderatoren wirkten. Die Befunde der drei Interventionsstudien bestätigen die herausragende Stellung von Strategien der Planung und Handlungskontrolle für die Änderung von unterschiedlichen Gesundheitsverhalten im Vergleich zu einfachen motivationalen Botschaften.
Zusammenfassend leistet die vorliegende Dissertation einen Beitrag zur Entwicklung von Theorien zur Vorhersage von Gesundheitsverhalten und den Ausbau evidenzbasierter Interventionen im Kontext von sechs unterschiedlichen Gesundheitsverhalten, die auf selbstregulativen Fähigkeiten entsprechend des HAPA-Modells beruhen.
Documents
PDF-Datei
If your browser can't open the file, please download the file first and then open it
 
Number of pagesVIII, 186 S.
FU DepartmentDepartment of Educational Science and Psychology
Year of publication2015
Document typeDoctoral thesis
Media type/FormatText
LanguageEnglish
Terms of use/Rights Nutzungsbedingungen
Date of defense2015-07-17
Created at2015-08-11 : 07:46:27
Last changed2015-08-12 : 06:53:21
 
Static URLhttp://edocs.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000099866
NBNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000099866-7
Statistics
E-mail addressguangyu@zedat.fu-berlin.de