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Major Problems of Water Management and Maintenance of on-farm Irrigation Systems in Central Kyrgyzstan
Kasymov, Mukhtar

Main titleMajor Problems of Water Management and Maintenance of on-farm Irrigation Systems in Central Kyrgyzstan
SubtitleA Case Study from Kara-Suu Village, Naryn Oblast
Title variationsZentrale Probleme des Wassermanagements und der Instandhaltung des On-Farm-Bewässerungssystems in Zentralkirgistan
Subtitle for translated titleEine Studie am Beispiel des Dorfes Kara-Suu, Naryn Oblast
Author(s)Kasymov, Mukhtar
Place of birth: Balykchy, Kirgistan
1. RefereeProf. Dr. Karl Tilman Rost
Further Referee(s)Prof. Dr. Jörg Stadelbauer
KeywordsWater user associations, irrigation service fee, awareness, canals, watershed management
Classification (DDC)550 Earth sciences
SummaryDer Fokus dieser Arbeit liegt auf der Untersuchung der Auswirkungen der post-sowjetischen Transformationsprozesse auf das on-farm-Bewässerungsmanagement im ländlichen Kirgistans am Beispiel des Ortes Kara-Suu im Kotschkor-Becken (Naryn Oblast, Zentralkirigistan) Diese Region war durch nomadische Weidewirtschaft gekennzeichnet, bevor mit der sowjetischen Kollektivierung der Landwirtschaft ab 1930 Bewässerungslandwirtschaft eingeführt wurde.

Nach der Erklärung der kirgisischen Unabhängigkeit begann die Regierung mit institutionellen Reformen des Wassersektors, um diesen dezentraler, effizienter, nachhaltiger und marktorientierter zu gestalten. Auf lokaler Ebene beinhaltete der Prozess der Wasserreform die Gründung von Water User Associations (WUAs) – Zusammenschlüsse von Wassernutzern in einem Einzugsgebiet. Diese unabhängigen und selbst-organisierten WUAs sollten zu einer Verbesserung des Betrieb und der Instandhaltung der On-farm-Bewässerungsnetzwerke führen, indem sie die Verantwortung dafür sowie für die Einnahme der Wassergebühren ihrer Mitglieder erhielten.

Die vorliegende Studie wurde im Einzugsgebiet des Ükök durchgeführt, welcher das typische Regime eines kontinentalen Gebirgsflusses aufweist und sein Abflussmaximum während der Schneeschmelze von Mai bis August erreicht. Im Gegensatz dazu ist diese Zeit der Vegetationsperiode durch geringe Niederschläge und hohe potentielle Evaporation geprägt, was Bewässerungslandwirtschaft unerlässlich macht.

Die methodische Vorgehensweise der Untersuchung der Situation der Bewässerungslandwirtschaft umfasste standardisierte und leitfadengestützte Interviews mit lokalen Interessenvertretern (z.B. Wasserwirten oder -nutzern) und Experten und Mitarbeitern der lokalen Verwaltung. Zusätzlich wurden standardisierte Interviews durchgeführt, bei welchen der Fokus auf der sozio-ökonomischen Situation privater Haushalte sowie auf verschiedenen Aspekten des lokalen Wassermanagements lag. Ein zweiter methodischer Ansatz beinhaltete eine detaillierte Kartierung der Bewässerungsinfrastruktur.

Aus der durchgeführten Fallstudie geht hervor, dass die landwirtschaftlich genutzten Flächen um Kura-Suu mithilfe eines Bewässerungsnetzwerkes versorgt werden, das von unterschiedlichen Kanaltypen versorgt und aus drei verschiedenen Flusseinzugsgebieten gespeist wird. Die Untersuchung der Kanäle zeigt, dass sich vor allem die Infrastruktur der On-farm-Bewässerungssysteme – im Gegensatz zu Off-farm-Systemen – in sehr schlechtem Zustand befindet: Seit dem Auflösung der ehemaligen staatlichen Landwirtschaftsbetriebe im Jahr 1991 gibt es keine Verwaltungseinheit, die für die Instandhaltung dieser Kanäle zuständig ist. Zusätzlich erschwert wird diese Situation durch ein geringes Bewusstsein für diese Problematik, den Mangel an lokaler Teilhabe und eine deutliche Unterfinanzierung.

Die Einführung einer WUA in Kara-Suu war nicht erfolgreich war. Die Gründung und praktische Arbeit einer WUA wird durch die politischen Strukturen, die nicht angepasste Bewässerungsstruktur, dem Mangel an Problembewusstsein in der Bevölkerung und einer mangelnden Unterstützung von Seiten der lokalen, übergeordneten WUA-Administration erschwert.

Für das Dorf Kara-Suu ist es von großer Bedeutung, dass das Bewusstsein der Bevölkerung für die Problematiken der Bewässerung verstärkt wird und dass lokale Akteure aktiver in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Eine Überarbeitung des Wassertarifsystems, die Installation von Messgeräten, die den Wasserverbrauch transparenter machen und die Sanierung verfallener Abschnitte des Bewässerungssystems sind nötig, um die Bewässerungslandwirtschaft funktionsfähiger zu machen. Auch die Einführung eines traditionellen Murab-Systems für On-Farm-Kanäle könnte zur Verbesserung der Situation beitragen. Anstelle einer Water User Association könne ein murab die Verantwortung für jeweils eins der drei Flusseinzugsgebiete übernehmen, welche das Bewässerungssystem von Kara-Suu speisen.
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Number of pagesVIII, 94, VIII Bl.
FU DepartmentDepartment of Earth Sciences
Year of publication2015
Document typeDoctoral thesis
Media type/FormatText
LanguageEnglish
Terms of use/Rights Nutzungsbedingungen
Date of defense2015-05-07
Created at2015-05-22 : 08:33:31
Last changed2015-05-22 : 08:54:15
 
Static URLhttp://edocs.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000099357
NBNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000099357-7
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